Große Tauernrunde über den Höchstein 2.543M

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In den Schladminger Tauern gibt es einige sogenannte Premiumwege die sich durch ihre Landschaftlichen Reize, durch ihre Länge oder einfach durch ihre besondere Bedeutung auszeichnen. Neben der Tour  durch den Klafferkessel, die Runde über das Kieseck oder dem Hochwurzen-Höhenweg zählt auch die Tauernrunde über die Hans Wödl Hütte zu den ganz großen und begehrten Touren in den Niederen Tauern. Die Runde ist nur geübten und konditionsstarken Bergsteigern vorbehalten. Aufgrund der Tourenlänge sollte man möglichst früh am Parkplatz Bodensee im Seewigtal aufbrechen. Das Frühstück kann man dann gemütlich in der Hans Wödl Hütte nachholen.

Startpunkt: Parkplatz am Steirischen Bodensee 1143m
Gehzeit: Für die gesamte Runde 7 bis 8 Stunden
Höhenunterschied: 1800Hm
Anforderung: Anspruchsvolle Rundtour mit kurzen Kletterpassagen im Gipfelbereich des Höchstein.

Vom Parkplatz im Seewigtal (1143m) geht es auf einem Fahrweg Tal einwärts zum Bodensee. Am See halten wir uns rechts und folgen dem Uferweg am Forellenhof vorbei zur Talstation der Materialseilbahn. Ab hier steigt der Weg und führt in engen Serpentinen aufwärts. Ohrenbetäubend stürzen die Wassermassen eines mächtigen Wasserfalls links von der Aufstiegsroute in die Tiefe. Nach einer Stunde ist die Hans Wödl Hütte (1533m) erreicht. Von der schön gelegenen Schutzhütte geht es am Robert-Höfert-Steig Nr. 782 weiter entlang dem Hüttensee und hinauf zum Obersee. Im Wasser des Obersees spiegelt sich die mächtige Gestalt der Hochwildstelle. Der Weg windet sich nun in steilen Kehren zur Neualmscharte (2347m) empor. Vorsicht ist im Frühjahr geboten. Der Altschnee hält sich oft hartnäckig bis in den Juli hinein. Ab der Scharte geht es bergab in das Fallkar zu den Hütten der Neualm (1849m). An den unbewohnten Hütten halten wir uns rechts und folgen der Markierung Nr. 781 (Planaihöhenweg). Auf Höhe 2040m geht es wiederum nach rechts und wir steigen am Pulverturm vorbei und erreichen die Kaltenbachschulter (2350m). Von hier geht es entweder über den Gipfel des Höchstein (2453m) zur Filzscharte oder unterhalb hinweg. Wer noch über Kraft und Kondition verfügt sollte sich unbedingt für die Variante über den schönen Aussichtsgipfel entscheiden. Von der Filzscharte (2213m), geht dann über 700 Höhenmeter hinunter zur Hans Wödl Hütte. Nach einer verdienten Einkehr geht es am Wasserfallweg zurück zum Ausgangspunkt.

Variante 1:  
Auf der Neualm besteht auch die Möglichkeit, dem Weg 782 weiter bis zur Preintalerhütte (1657m) zu folgen (ca. eine 1 Stunde Gehzeit), dort zu nächtigen und am nächsten Tag von der Hütte wieder zu dem Weg 781 aufzusteigen und die Runde über den Höchstein wie oben beschrieben ins Seewigtal abzuschließen.
Gehzeit: Für den ersten Tag 4 bis 5, am zweiten Tag 5 bis 6 Stunden
Höhenunterschied gesamt: 2000Hm

Variante 2:
Der Rundweg kann auch mit dem Ausgangspunkt Riesachfall im Untertal als Zweitagestour gemacht werden:
Aufstieg vom Parkplatz Riesachfall (1079m) zur Kerschbaumeralm (1356m), auf dem Weg 781 hier links ansteigend zur Neualm und dann weiter Richtung Höchstein zur Wödlhütte, hier Übernachtung. Von der Wödlhütte wie oben beschrieben über Neualmscharte zur Preintalerhütte und von dieser zum Parkplatz Riesachfall zurück.
Gehzeit: Für den ersten und zweiten Tag  je 5 bis 6 Stunden
Höhenunterschied gesamt: 2300 Hm

Quelle: In Anlehnung an Bergzeit Dachstein-Tauern, Dachstein-Tauern Verlag, von Herbert Raffalt, 2015
 

Schlagzeilen

Unsere Hütten waren vom 02. Juni bis zum 04. Oktober 2017 für Sie geöffnet. 
Wir danken allen Bergsteigerinnen und Bergsteigern für Ihren Besuch auf unseren Hütten!
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